Wissenschaftler: Cannabis gegen Krebs
Rostock. ap/baz. Cannabis könnte künftig zur Therapie von Krebserkrankungen eingesetzt werden. Rostocker Wissenschaftler konnten jetzt einen Wirkmechanismus der in Cannabispflanzen vorkommenden Cannabinoiden gegen die Ausbreitung von Tumorzellen nachweisen. Wie der Leiter des Universitäts-Instituts für Toxikologie und Pharmakologie, Burkhard Hinze, am Dienstag berichtete, blockieren Cannabinoide die Bildung bestimmter Enzyme, mit deren Hilfe sich sonst Krebs im Körper ungehindert ausbreitet.
Den Forschern gelang von menschlichen Gebärmutterhals- und Lungenkrebszellen der Nachweis, dass Cannabinoide den genetischen Apparat der Krebszellen dazu veranlassen, einen körpereigenen Hemmer dieser Enzyme zu produzieren, der die Ausbreitung unterdrückt.
Die Untersuchungen zur Antikrebswirkung von Cannabis haben aber das Stadium der experimentellen Forschung noch nicht überschritten, wie Hinze betonte. Die bisherigen Befunde liessen aber begründet hoffen, dass die Stoffe perspektivisch eine zusätzliche Option zur Krebstherapie darstellen könnten. Sie zögen auch weniger Nebenwirkungen nach sich als die herkömmliche Chemotherapie.
Quelle: www.baz.ch