Cannabis-Samen als Fischköder deklariert - Kein Angelgeschäft betroffen!
Bei der Durchsuchung des Geschäfts beschlagnahmte die Polizei zehn Tüten mit Cannabis-Samen. "Aufgrund der Aufmachung der Verpackung besteht der Verdacht, dass die Samen zum Anbau von Marihuana bestimmt sind. Das ist verboten", so ein Kriposprecher. Deklariert sind die Substanzen als Angelköder. "In den Tütchen befinden sich bis zu zehn Samenkörner. Ausgewiesen sind die Einheiten mit Preisen bis zu 25 Euro." In diesem Zusammenhang legt die Polizei Wert auf die Feststellung, dass es sich bei dem durchsuchten Objekt nicht um ein hiesiges Angelgeschäft gehandelt hat!
Bereits in der Vergangenheit liefen bei der Kriminalpolizeistelle Itzehoe Verfahren gegen Personen, die Kontakt mit dem gestern durchsuchten Geschäft hatten. Auch bei ihnen richteten sich die Ermittlungen auf den Verdacht des illegalen Anbaus von Marihuana. "Die Beschuldigten hatte sich zuvor in dem jetzt durchsuchten Geschäft mit diesen Samen-Tütchen eingedeckt." Aufmerksam geworden ist die Polizei auf den Handel in Itzehoe durch ein Ermittlungsverfahren der Lüneburger Kripo. "Der Lüneburger Geschäftsmann hat mit diesen Samen-Tütchen bundesweit gehandelt."
Bei der anschließenden Durchsuchung der Wohnung des Itzehoer Geschäftsmannes fanden Kripo und ZSK "eine kleine Cannabis-Aufzuchtanlage" und eine "nicht geringe Menge Marihuana". Sie wurden ebenso beschlagnahmt wie die zehn Samen-Tütchen.
Die Polizei ermittelt gegen den Itzehoer Geschäftsinhaber wegen "Illegalen Anbaus von Cannabis und wegen Verdachts des Handels mit Cannabis".
ots Originaltext: Polizeidirektion Itzehoe
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