Hanfshop wird jetzt still gelegt
Den beiden Admontern, die in Graz einen Hanfshop betrieben haben, ist die Lust auf Geschäfte dieser Art scheinbar vergangen. Bei dem Duo handelt es sich um Vater und Sohn, beide wurden nach langen Ermittlungen der Suchtgiftgruppe des Bezirkes Liezen am 7. März in Haft genommen.
Reger Handel. Ihnen wird vorgeworfen, seit Jahren regen Handel mit hochpotenten, blühenden Hanfpflanzen betrieben zu haben, der Vater soll außerdem Marihuana erzeugt und acht Kilo weitergegeben haben. Mittlerweile wurden Vater und Sohn wieder aus der U-Haft entlassen, die Staatsanwaltschaft hat aber dagegen berufen, die Entscheidung darüber steht noch aus.
Mit ein Grund für die Entlassung dürfte gewesen sein, dass der 54-jährige Admonter von sich aus die Konzession für den Hanfshop zurückgelegt hat und im Beisein seines Anwaltes alle noch vorhandenen Pflanzen selbst vernichtet hat. Der Mietvertrag für den Shop wolle er auslaufen lassen, gab er gegenüber Polizei und Gericht an. Die Mitarbeiter des Shops wurden bereits gekündigt.
Rund sieben Kilo sichergestellt. Die im Zuge der Ermittlungen sichergestellten Hanfpflanzen wurden in der Zwischenzeit getrocknet, inklusive der beschlagnahmten drei Kilo hat die Suchtgiftgruppe damit rund siebeneinhalb Kilo Marihuana aus dem Verkehr gezogen. In weiterer Folge wird noch der THC-Gehalt bestimmt. Abgeschlossen ist die chemische Analyse jener Pilze, die in 28 Rex-Gläsern sichergestellt wurden. Sie enthalten den Wirkstoff Psilocybin, der ähnlich wie LSD wirkt.
"Wir sind froh, dass der Hanfshop offenbar Geschichte ist, denn das wollten wir im Sinn der Prävention auch erreichen", so der Leiter der Suchtgiftgruppe.
Quelle: Kleine Zeitung