Kärntnerin mit 34 Kilogramm Haschisch in Italien gestoppt
Sie sitzt bei uns in Untersuchungshaft." So lautet die Auskunft bei der Staatsanwalt der Stadt Prado in der Toskana über eine 46-jährige Lavanttalerin, die auch Wohnsitze in Barcelona und in Paris haben soll. Die Anklagebehörde legt der Kärntnerin den Schmuggel von 34 Kilogramm Haschisch zur Last.
Haschisch im VW-Golf. Das Rauschgift wurde bei einer Kontrolle in einem von ihr gelenkten VW-Golf in den Innenverkleidungen der Türen gefunden. Die Kärntnerin ist in Spanien polizeibekannt. Sie wurde, wie die Kleine Zeitung ausführlich berichtete, im Jahre 2003 an der spanisch-französischen Grenze mit fast 49 Kilogramm Haschisch in ihrem Auto gestoppt. "Bei uns ist die Verhaftung in Italien nicht gerichtskundig", erklärte Montag der stellvertretende Leiter der Klagenfurter Staatsanwaltschaft, Friedrich Borotschnig. Man werde den "Vorgang aber im Auge behalten", so der Ankläger.
Verfehlungen in der Heimat. Unter anderem gelte es abzuklären, ob die mutmaßliche Drogenschmugglerin strafrechtlich relevanten Verfehlungen in der Heimat gesetzt hat. Nach Angaben der Anklagebehörde in Prado sollte das Haschisch von Nordafrika nach Norditalien transportiert werden. Gegen ein Drogenkartell aus den Maghreb-Staaten Nordafrikas ermittelt die italienische Justiz seit Jahren.
Gatte unter Verdacht. Im Vorjahr liefen umfangreiche Ermittlungen gegen den in Kärnten lebenden Gatten der 46-Jährigen - einen Afrikaner - wegen eines Drogendeliktes. Der Fall wurde in Klagenfurt angeklagt. Der Mann erhielt aber einen rechtskräftigen Freispruch.
Quelle: Kleine Zeitung